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Rhombusleisten
montieren.

So entsteht eine Fassade mit Schattenfuge: Aufbau, Maße, Materialbedarf und die Fehler, die man vermeiden kann.

Das Wichtigste in Kürze

  • Rhombusleisten werden auf eine hinterlüftete Unterkonstruktion montiert: Grundlattung, Konterlattung, dann die Bekleidung.
  • Die Hinterlüftungsebene soll durchgehend mindestens 20 mm betragen, mit Öffnungen am Fußpunkt und am Dachrand.
  • Für die Menge zählt das Deckmaß: 7,5 cm bei der Lärche 27 × 96 mm, 7,9 cm bei der Douglasie 21 × 96 mm.
  • Plane bei Standardsortierung mindestens 30–40 % Verschnitt ein.

Aufbau der Fassade

Von innen nach außen: Wand (gegebenenfalls mit Dämmung), Grundlattung, Konterlattung, Rhombusleisten. Die Konterlattung schafft die durchgehende Luftschicht, durch die Feuchtigkeit abtrocknen kann. Genau das macht eine Holzfassade langlebig.

Üblich ist die senkrechte Verlegung: Das Wasser läuft ab, und die Luft kann hinter der Fassade nach oben ziehen. Dafür verläuft die Konterlattung senkrecht und die Grundlattung waagerecht. Liegen die Leisten waagerecht, dreht sich die Anordnung nicht um: Die Konterlattung bleibt senkrecht, sonst staut sich die Luft.

Als Richtwert gilt ein lichter Abstand der Unterkonstruktionshölzer von höchstens 60 cm. Die Verankerung in der Wand erfolgt mit dafür zugelassenen Befestigungsmitteln. Konkrete Werte hängen vom Untergrund und von der Planung ab. Im Zweifel fragst du einen Zimmerer oder Fachplaner.

Hinterlüftung und Bodenabstand

  • Luftschicht: mindestens 20 mm, durchgehend. Nur punktuell, etwa an Unebenheiten, darf sie kleiner werden.
  • Öffnungen: unten und oben an der Fassade offen halten, mit Insektenschutzgitter.
  • Bodenabstand: etwa 30 cm zum Boden, damit Spritzwasser das Holz nicht dauerhaft nässt.

Rhombusprofil und Schattenfuge

Die Vorderseite der Rhombusleiste ist abgeschrägt. Zwischen zwei Leisten entsteht dadurch eine Schattenfuge, die jede Bahn nachzeichnet. Bei den Profilen mit schwarzer Feder wird dieser Effekt zusätzlich betont. Die Rückseite ist glatt. Die Leisten haben Nut und Feder, werden also ineinandergesteckt.

Lärche oder Douglasie?

Kanadische LärcheKanadische Douglasie
ProfilRhombus, 27 × 96 mmRhombus, 21 × 96 mm
Deckmaß7,5 cm7,9 cm
Länge im Sortiment4,88 m2,44 m
Dauerhaftigkeitsklasse32–3
Oberflächegehobeltglatt gehobelt
Laufmeter pro m² (ohne Verschnitt)ca. 13,3 mca. 12,7 m

Angaben laut Produktdaten im Shop. Beide Hölzer sind unbehandelt und vergrauen mit der Zeit silbrig, wenn sie nicht behandelt werden.

Materialbedarf: Beispielrechnung

Für 10 m² Fassade mit Kanadischer Lärche (Deckmaß 7,5 cm): 10 ÷ 0,075 ≈ 133 laufende Meter. Mit 30 % Verschnitt sind das etwa 173 m, bei der Leistenlänge von 4,88 m also rund 36 Stück. Öffnungen wie Fenster ziehst du vorher ab, Ecken und Anschlüsse rechnest du dazu.

Befestigung

Verwende für außen rostfreie Edelstahlschrauben oder -nägel. Normale verzinkte Schrauben können mit den Inhaltsstoffen von Lärche und Douglasie reagieren und Verfärbungen verursachen. Bei Nut-und-Feder-Profilen wird meist verdeckt oder schräg durch die Feder befestigt. Halte dich an die Anleitung des Herstellers der Befestigungsmittel.

Häufige Fehler

  • Keine durchgehende Hinterlüftung, etwa weil die Konterlattung fehlt oder Lüftungsöffnungen zugebaut sind.
  • Zu wenig Material bestellt: Verschnitt und Sortierung nicht eingerechnet.
  • Zu geringer Abstand zum Boden.
  • Leisten dicht an dicht gepresst: Holz arbeitet bei Feuchte und Wärme und braucht Spiel.
  • Ungeeignete Schrauben.

Passende Profile

Häufige Fragen

Wie viele Rhombusleisten brauche ich pro Quadratmeter?

Maßgeblich ist das Deckmaß, nicht die Breite. Bei der Kanadischen Lärche (Rhombusprofil 27 × 96 mm) beträgt es 7,5 cm, bei der Kanadischen Douglasie (21 × 96 mm) 7,9 cm. Pro m² Fassade ergeben sich daraus rund 13,3 bzw. 12,7 laufende Meter, dazu kommt der Verschnitt.

Wie viel Verschnitt muss ich einplanen?

Für die Standardsortierung der Fassadenprofile nennt der Hersteller mindestens 30–40 % Verschnitt. Das liegt an der Sortierung: Äste, leichte Krümmung oder Risse dürfen enthalten sein.

Wie viel Abstand braucht die Fassade zur Wand?

Als Richtwert gilt eine durchgehende Hinterlüftungsebene von mindestens 20 mm zwischen Bekleidung und Wand bzw. Dämmung, mit Öffnungen am Fußpunkt und am Dachrand. Maßgeblich sind die Planung und die Herstellerangaben.

Was ist der Unterschied zwischen Lärche und Douglasie bei Rhombusleisten?

Die Kanadische Lärche ist laut Produktangabe in Dauerhaftigkeitsklasse 3 eingestuft, die Kanadische Douglasie in Klasse 2–3. Die Lärche-Leiste im Sortiment ist 27 mm stark, die Douglasie-Leiste 21 mm.

Dieser Ratgeber gibt allgemeine Richtwerte. Er ersetzt weder die Planung noch die Montageanleitung der Hersteller. Für tragende Teile und Brandschutz gelten die örtlichen Vorgaben.

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